Rudolf Mokry wird am 24.04.1905 geboren, wächst in Rostock in prekären Verhältnissen in einem revolutionär denkenden Elternhaus auf. Er ist als Kind in Sportvereinen aktiv, unter anderem als Turner und Ringer. 1923-1927 hilft er beim Bau des Arbeitersportstadions. Mokry wird Schlosser.

Ab 1927 lebt er in Wilhelmsburg, tritt der KPD bei und wird Vorstand des Arbeitersportvereins Fichte/Neuhof. Am 11.06.1933 wird er bei einem geheimen Treffen von den Nazis verhaftet und das erste Mal inhaftiert.

Nach seiner Freilassung gründet Mokry eine Widerstandsgruppe und bringt Jugendlichen in der Lüneburger Heide Kampfsport bei, um sich gegen die Nazis wehren zu können.

Zitat Kurt von der Walde in ZERBROCHENE ZEIT – Wilhelmsburg 1923 bis 1947, Hg. von der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen, Dölling und Galitz Verlag Hamburg 1992
Zur Vorlage diente eine Zeichnung von Rudi die der Künstler Alfred Dunkel während ihrer gemeinsamen Haft von ihm angefertigte.

1935 wird Mokry wieder verhaftet und kommt ins KZ Fuhlsbüttel. 1937 wird er wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu sechs Jahren Gefängnis in Bremen verurteilt. Nach seiner Haftstrafe wird er 1941 in das KZ Sachsenhausen gebracht und schließt sich hier schnell dem Widerstand innerhalb des Lagers an.

Der Lagerwiderstand fliegt 1944 auf, es folgen Folter und Verhöre. Am 11.10.1944 ermorden die Nazis 27 Kommunisten, darunter Mokry, wegen angeblicher Beteiligung am Lagerwiderstand.


Die Informationen auf der Gedenktafel und der begleitenden Homepage sollen einen Überblick über das Leben Rudolf Mokrys geben und keine historische oder journalistische Arbeit darstellen.

Wir bedanken uns bei allen Unterstützer:innen, dem Infoladen Wilhelmsburg, der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg, dem Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg und unseren ehrenamtlichen Überetzer:innen.

Weiterführende Links:

Wer war Rudolf Mokry? Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Rostock (PDF)

Kurt von der Walde über Rudolf Mokry in ZERBROCHENE ZEIT – Wilhelmsburg 1923 bis 1947, Hg. von der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen, Dölling und Galitz Verlag Hamburg 1992 (PDF)

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen